Metamorphose eines Top-Weins

Fruchtig-frisch, ohne Barrique- und Tannin-Ton, nicht übertrieben alkoholisch und vor allem pfeffrig-würzig: das ist die Beschreibung eines alten-neuen Weins. Früher als zu sauer abgetan, ist heute die Rebsorte des Grünen Veltliner die weitverbreitetste Weißwein-Traube Österreichs.

Die Traube gedeiht am besten auf Löss und im pannonischen Klima, das sind Bedingungen, die wir im Weinviertel – der Region des Weins im nördlichen Teil Österreichs finden. Wussten Sie, dass das Weinviertel auch eine Region ohne Wein war? Im 19. Jahrhundert verwüstete die Reblaus Weinkulturen in weiten Teilen Europas und der Schädling machte auch vor dem Weinviertel nicht halt. Noch heute gibt es Teile der Region, wo kein Wein angebaut wird.

Ein weiterer Schicksalsschlag war der Weinskandal in den Achtzigern. Mit Glykol versetzter Wein machte dem Weinhandel und dem Wein-Image stark zu schaffen. Nach der Krise erfolgte jedoch eine neuer Aufschwung. Erfahrung und Innovation seitens der Winzer garantieren für Geschmack und Qualität und stehen für internationale Prämierungen. In den letzten paar Jahren wurde aus dem unbekannten und vergessenen Weinviertel ein Top-Winzer-Land.

Lasst uns also mit einem gelb-grünlichen und nach Pfeffer schmeckenden Veltliner anstoßen, der zu Fleisch, Fisch, Pilzen, Salat, Gemüse und natürlich zu Käse perfekt mundet. Zum Wohl!