Der Schwarze Tod

Etwas außerhalb von Pulkau liegt das Marienbründl, eine Quelle – so erzählt der Volksmund - mit heiligem Wasser. Dort kam es denn auch zur wundersamen Heilung eines fünfjährigen  Buben. Die Geschichte erzählt, dass das Kind ein Bad in dem Wasser nahm und zur Gänze genas.

Im 17. Jahrhundert, als der Schwarze Tod in ganz Europa wütete, blieb auch Pulkau davor nicht verschont. Die Pfarrchronik berichtete von bereits 600 Toten. Um ein Übergreifen der Krankheit zu verhindern, riegelten die Pulkauer kurzerhand ihren Markt ab. Auch der Besuch der Kirche war den Leuten aus den umliegenden Ortschaften verwehrt.

So kam es, dass sich die Leute sonntags an der Quelle zum Gebet vor dem Bild der Gottesmutter einfanden. Sie tranken ausgiebig von dem Quellwasser und blieben vor der Pest verschont, was sie dem Schutze durch die Gottesmutter zuschrieben.

An der Stelle des Gnadenbildes entstand später eine Holzkapelle, die wiederum in ein Wallfahrtskirchlein aus Stein umgebaut wurde. Auch heute noch ist das Marienbründl ein gern besuchter Ort der Stille und dem Quellwasser wird nach jüngsten Analysen und Wasserproben hervorragende Trinkqualität zugeschrieben. 

An jedem 13. Tag der Sommermonate wird am Marienbründl die weit und breit bekannte „Fatimafeier“ abgehalten. Nach der Wallfahrt trifft sich Jung und Alt beim „Frühschoppen“ mit Musik, gutem Essen und einem ordentlichen Schoppen Bier.